Anmerkung zu 103 003:

Die Anlieferung der E 03 003 erfolgte zum 01.06.65 (E 03 004 wurde bereits am 21.04.65 geliefert), die internationale Verkehrsausstellung (IVA) in München öffnete ihre Pforten bereits am 25. diesen Monats, für eine Abnahmefahrt war die Zeit anscheinend zu kurzfristig. So wurde sie nur als noch nicht betriebsfähige E 03 auf dem Messegelände ausgestellt. Während der IVA  traten Drehgestellprobleme der E 03 004 bei den Sonderfahrten nach Augsburg auf,  daraufhin wurde vom 02.07.-08.07.65 im Aw München Freimann die Drehgestelle der E 03 003 getauscht. Eineinhalb Monate nach der IVA am 18.11.65 wurde eine Lastprobefahrt von München nach Salzburg absolviert. Dabei traten erhebliche Mängel auf, so das letztendlich die Abnahme erst nach deren Beseitigung am 14.04. des darauffolgenden Jahres erfolgen konnte. Wie ihre Schwestern, wurde auch E 03 003 dem Bw München Hbf zugeteilt. Entstandene Schäden wurden im Aw München Freimann durch die beiden Hersteller Siemens und Henschel in der Zeit vom 23.06.-08.07.66 und vom 13.04.-23.05.67 (Gewährleistung im Probebetrieb) behoben. Nach 394000 km mußte wieder das Aw Freimann vom 10.11.67 bis 30.01.68 zur U2 angesteuert werden. Verließ das Aw als 103 003-0. Die nächste U2 erfolgte vom 24.03. bis 14.04.71, danach wurde (ebenfalls wie zuvor 103 002) ans Bw Seelze umbeheimatet.  Auf der Moselstrecke wurden im April 1974 mit der 103 003 , 614 001 + 614 003 (Bw Trier), Meßwagen und eine luftgefederte Schnellzugwgen Versuchsfahrten zur Erprobung der Gleisbogenabhängigen Steuerung (Gst) duchgeführt. - Gut drei Jahre später (26.05.74) wurden dann drei Maschinen der Vorserie (103 001 wurde erst zum 06.12.) an die Elbe abgezogen. Am 05.04.77 ging es zum erstenmal in Aw Opladen zur U2. Demontage der beiden Einholmstromabnehmer DBS 65 in Einholmstromabnehmer SBS 65 zum 06.07.77. Ab 07.12.77 bis 15.12.77 wurden die Stromabnehmer-Schleifstück-Versuche auf der Strecke Augsburg-Donauwörth durchgeführt. In der Zeit vom 13. bis 15.06 78 fanden auf den Strecken Hamburg-Bremen und Hamburg-Hannover mit der 103 003 und einem Fahrleitungsmeßwagen der Münchner Versuchsanstalt Fahrleitungsprüffahrten statt. Da die 103 003 zur Zeit keine LZB hatte, konnte nur 160 km/h gefahren werden. - Für das Meßprogramm des künftigen ICE´s mußte eine Lok für Fahrten bis 280 km/h ertüchtigt werden.  Daraufhin wurde die Lok im Aw Opladen vom 10.01. bis 13.04.83 die Schnellfahrdrehgestelle der einstigen Schnellfahrlok 103 118 montiert. Am 14. Juni 85 erreichte 103 003 einen neuen Geschwindigkeitsrekord. Zwischen Gütersloh und Neubeckum erreichte sie mit 3 Wagen beachtliche 283 km/h. (Anm.: 120 001 erreichte am 17.10.84 “nur” 265 km/h zwischen Augsburg und Donauwörth). Nach einer Nachrüstung vom 26.07. bis 07.08.85 im Aw Opladen war die 103 003 für 280 km/h geeignet. Versuchsfahrten mit 120 001+103 003+5 TGV-Mittelwagen der SNCF sowie einem DB Meßwagen fanden im September 85 zwischen Brackwede und Neubeckum statt. - Veranstaltete mit 120 001 (dazwischen 10 IC Wagen+2 Meßwagen) im August 86 Meßfahrten mit bis zu 280 km/h zwischen Burgsinn und Hohe Warte (Strecke Würzburg - Fulda). Am 12.02.87 erreichte 103 003 erstmals 280 km/h mit zwei Meßwagen auf der neuen NBS Stuttgart - Mannheim. Am 26/27.09.87 fanden Meßfahrten im Schlüchterner Tunnel (Flieden-Schlüchtern) statt. Ermittelt werden sollte, welche Luftwiderstände im Tunnel entstehen, wenn sich ein Güterzug und ein Intercity begegnen. Der “IC” bestand aus 103 003, sechs Wagen und 120 001. Der Güterzug aus 151 103 und 151 128.

Einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Bundesbahnlokomotiven stellte die 103 003 zusammen mit der 120 001 Ende Oktober 88 auf. Mit dem sechsteiligen Talgo-Pendular der Spanischen Staatsbahn erreichten sie bei Versuchsfahrten auf dem Schnellfahrabschnitt der KBS 200 zwischen Gütersloh und Neubeckum eine Geschwindigkeit von 285 km/h.(Quelle: -Auszug- Die Lokrundschau 12.88, Hamburg)

Am 29.11.88 wurde ein Teil des Belastungszuges, der aus sieben Reisezugwagen und vier Meßwagen bestand, durch den sechsteiligen Talgo-Pendular ersetzt. Hier wurde dann der Geschwindigkeitsrekord von 285 km/h gebrochen. Als Spitzengeschwindigkeit wurden 291 km/h erreicht. (Quelle: -Auszug- Die Lokrundschau 02/03. 89, Hamburg)

 Umbezeichnung 103 003 (Bw Hamburg 1) in 750 002 am 28.04.89. Zwar hatte die Lok erst am 20.05.85 ihre letzte Hauptuntersuchung, wurde trotzdem vorzeitig wegen dem schlechten Allgemeinzustand ohne vorzeitige z-Stellung zum 30.09.89 ausgemustert. Noch am selben Tag (30.09.89) wurde 103 222 in 750 003 umbezeichnet und erhielt die Schnellfahrdrehgestelle der 750 002 (ex 103 003). Wurde daraufhin 1990 im Aw Opladen verschrottet.

 

E 03 003 / 103 003 / 750 002-8 Anlieferung 01.06.65 1. Abnahme 19.11.65 + 30.09.89 / verschrottet 1990 Aw Opladen, Schnellfahrlok

Nur für kurze Zeit war 103 003 als Bahndienstfahrzeug 750 002 unterwegs. Hier bringt die Schwester 750 001 (103 001) nach Hamburg. Zum Zeitpunkt der Aufnahme am 14.08.89 war die Karriere bereits schon beendet für die einstige Rekordlok 103 003. Aufgenommen vom Zug aus zwischen Bremen und Hamburg.